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Mein sportliches Highlight 2015 – Gäste

Auf dieser findest du die Artikel zur Blogparade „Mein sportliches Highlight 2015“ von Athleten ohne eigene Webseite.

Gastartikel

Sarina Künzler: Nichts passiert einfach so: Mein Weg zurück

Caroline Weibel: Mein Weltcup Debut: Kopf aus, Ehrgeiz an

René Paasch: Das war das Jahr 2015 für mich!

 


Nichts passiert einfach so: Mein Weg zurück

Von Sarina Künzler

happy womanMartin hat mich zu seiner Blogparade „Mein sportliches Highlight 2015“ eingeladen. Dieses Einladung habe ich gerne angenommen.

Wenn man das so ausdrücken darf, war das Glück noch nie mein Freund. Viele Rückschläge musste ich einstecken, einige undankbare Podestplätze akzeptieren und auch Verletzungen plagten mich immer wieder.

Der Rückschlag

Im Februar 2015, direkt nach dem Vorbereitungs-Trainingslager auf die SM, zog ich mir bei einem Sturz einen doppelten Wirbelbruch mit Muskelriss zu. Ich verbrachte eine Woche im Spital, konnte drei Wochen nicht gehen und viel gesamte 8 Wochen sportlich aus.

Ich dachte die Saison wäre für mich beendet gewesen.

Zurück im Becken war es schwer mich durchzukämpfen. Ziellos und ohne Selbstbewusstsein schwamm ich hin und her. Als ich keinen Sinn mehr sah, ungeduldig wurde und mir selber zu wenig Zeit gab und zu viel Druck machte, wollte ich die Saison abbrechen.

Neuer Mut

Die Mein Trainer jedoch sah Hoffnung und stellte eine völlig neue Planung auf ohne zu wissen, ob diese aufgehen würde. Fünfzig Prozent sprachen für Erfolg, aber auch fünfzig für Verlust.

Mit neuem Mut, aber auch Ungewissheit machte ich mich daran zu schaffen. Dabei plagten mich jedoch immer wieder Schmerzen, Zweifel und Motivationslücken.

Im Sommer 2015 stand die nächste SM an. Mit Willen, aber auch grosser Angst trat ich an und erreichte die Bronzemedaille in der Juniorenkategorie in meinem Hauptrennen 50m Delphin. Die Freude war gross, vor allem weil der Weg davor sehr holprig war.

Der Plan ging auf, Ich war wieder zurück!

Weitere drei Monate vergingen, mit neuer Hoffnung stand die Kurzbahn-SM vor der Türe. Auf derselben Strecke wie im Sommer erreichte ich den 4. Rang. Diesmal jedoch in der Elitekategorie.

Mit gemischten Gefühlen verliess ich das Becken. Meine Leistung konnte ich nicht einordnen. Ich erhielt jedoch viele Komplimente und positive Zusprache von meinem Umfeld.

Vor allem aber zeigte mir mein Trainer, wieviel ich in diesem Jahr geleistet hatte. Wenn man zurückschaue, meinte er, hätte niemand gedacht, dass ich diese Leistung hätte erbringen können.

Neue Sichtweise

Von da an sah ich die Situation anders und schaue auch jetzt Rückschläge anders ins Auge. Denn manchmal verdanken wir einem Setback, dass wir stärker und besser zurückkommen, als wir es je waren. Physisch, wie aber auch psychisch.

Denn harte Zeiten vergehen, aber die Person zu der sie uns machen bleibt.

Und auch wenn man sich fragt, womit man einen Rückschlag verdient hat, sollte man nie aufgeben sich wieder zurück zu kämpfen.

Trust that everything happens for a reason, even when you’re not wise enough to see it. – Oprah Winfrey

SarinaKünzlerSarina Künzler ist 18 Jahre alt und schwimmt beim SV Basel. Die aufgestellte 50m Delphin Spezialistin startet immer mit lackierten Fingernägeln. 

 

 

 

 



Mein Welt Cup Debut: Kopf aus, Ehrgeiz an

Von Caroline Weibel

adamjohnstonphotography.com

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Martin hat mich schon länger für einen Beitrag zur Blogparade angefragt. Ich wusste sogleich, dass ich von meinem Sieg an den Schweizer Meisterschaften erzählen wollte.

Wie genial es war, da ich mir selbst den allergrößten Traum erfüllt hatte. Die SM hat bei Mir Prestige Status. Und gerne würde ich mehr ins Detail gehen. Doch dann hat das eigentliche, absolute Highlight keinen Platz mehr. Das war nämlich gar nicht die Meisterschaft.

Nachdem ich mir meinen lang ersehnten Titel endlich geholt hatte, kehrte ich wieder in den Alltag zurück. Ich hatte gerade einen Termin wahrgenommen, da klingelt mein Telefon. B-Kader Trainer. „Wie du weißt, ist der Europa Cup in Tschechien aufgrund des fehlenden Schnees abgesagt. Deine Leistung an der SM war ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch, wir nehmen dich mit an den Welt Cup in Veysonnaz (Kanton Wallis).“

Stellt euch einen sehr großen, schweren Felsen vor. Der Fels ist mein Herz. Es rutschte mir in dem Moment in die Hose.

Mein Welt Cup Debut ausgerechnet auf einem so anspruchsvollen Kurs zu geben bereitete mir Schweißausbrüche. Im Laufe meiner bisherigen Karriere habe ich allerdings gelernt, mich einfach auf meine Trainer zu verlassen. Wenn die Herren meinen, ich sei bereit, dann ist es so.

Kopf aus, Ehrgeiz an.

adamjohnstonphotography.com

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Der Kurs war unglaublich schnell. Anspruchsvoller fand ich ihn deswegen aber nicht. Interessanterweise hatte ich nicht die geringsten Schwierigkeiten – es lief einfach. Von Trainingsfahrt 1 bis 5 ging alles genau so, wie ich das wollte. Einfach genial.

Ohne Druck, Erwartungen oder Zielsetzungen stand ich am 04.03.16 im Gate. Qualifikationslauf. Atmen. 3 Mal ganz tief. Starten.

Das Nächste was ich weiß, ist die Tafel, auf der mein Name stand und die Nummer 12 dahinter (24 Fahrerinnen kommen in die Finals. Ich war also die goldene Mitte). Dieses Gefühl, als schwache Qualifikationsläuferin eine derart gute Leistung geliefert zu haben, das kann ich nicht in Wort fassen.

Dass wir hier von einem Welt Cup reden, wo die besten aus allen Nationen zusammen kommen, macht die Geschichte nicht glaubhafter. Tags darauf dann mein allererster Heat (ein Lauf) bei den Profis. Von Schlaf in der Nacht dazwischen kann keine Rede sein.

Müsste man eine Liste mit den Allstars meines Sports erstellen, stünden da unter anderem große Namen wie: Lindsey Jacobellis (die Dame mit dem Trick, der Tanja Frieden den „Plämpu“ bescherte), Eva Samkova (Olympiasiegerin 2014), Nelly Moenne Loccoz (Siegerin des Gesamtweltcups 2014/2015).

Diese drei in einem Heat zu erwischen ist meistens eher unwahrscheinlich. Und doch – mir und meinen zwei Schweizer Teamkolleginnen passiert. Mein erster Sechserheat, mit drei der schnellsten Frauen der Boardercross Welt. Genial, nicht?

adamjohnstonphotography.com

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Was für ein Glück, und was für eine ernüchternde Nachricht zugleich. Es gab so viel abzuschauen und gleichzeitig eine Menge Frust über eine derartige Chancenlosigkeit.

Ich entschied, das Beste daraus zu machen und den Abstand zwischen Mir und den drei Superstars so gering wie möglich zu halten. Die ganze Sache ist definitiv noch ausbaufähig. Die Drei waren schneller weg als ich auf 3 zählen konnte. Unter uns Schweizerinnen gab es dann noch einen Kampf um Platz 4, 5 und 6, den ich zum Glück für mich entscheiden konnte.

Ich gab an diesem Wochenende mein Debut in der Profiliga. Stand neben Idol Lindsey Jacobellis im Gate, fuhr die beste Qualifikation meines Lebens, wurde zweitbeste Schweizerin und lernte mich selbst um ein großes Stück besser kennen.

Mich selbst als Debutanten inmitten der großen Namen zu sehen beschert mir noch heute eine Gänsehaut.

Ich bin eine Träumerin.

Am liebsten Träume ich übertrieben und ausgefallen. Und ich erwarte vieles von mir selbst. Meist ein Tick zu viel. Doch von einem so erfolgreichen Einstieg träumte ich nicht. Das erschien mir dann doch etwas zu viel des Guten. Was für eine Ironie. Ich belegte an diesem besagten Samstag Rang 14.

Das Highlight der Geschichte ist allerdings nicht mein Rang. Es ist das Erlebnis als Ganzes.

adamjohnstonphotography.com

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Die Profis um mich herum, die Stimmung, die wachsende Liebe zur Strecke, vor der ich anfänglich echt Angst hatte, weil ich schon so vieles, negatives darüber gehört hatte. Die Überwindung beim ersten Lauf. Das Gefühl, als ich das erste Mal das Ziel erreichte. Die Stille während den Fahrten nach unten. Die Ruhe in mir, die doch eher ungewöhnlich war.

Es fühlt sich surreal an. Die letzten acht Jahre, in denen ich mich komplett meiner Sportkarriere gewidmet habe erscheinen nun sehr kurz. Die vielen Geburtstage und Familienfeste die ich verpasste, weil ich gerade irgendwo auf einem Gletscher zum hundertsten Mal denselben Ablauf übte.

Die vielen Niederlagen und die gelegentlichen Siege in der ganzen Zeit, das alles macht jetzt Sinn. Als wäre ich angekommen. Ich kann die Energie spüren, die mich beflügelt beim Gedanken an diesen einen Tag, der mir offenlegte, dass ich genau dafür acht Jahre lang auf alles verzichtet habe.

Wie sehr es sich jeweils lohnte, Morgens um 06:00 Uhr aufzustehen um auf den Berg zu gehen, um all das Gelernte vom Vortag zu wiederholen.

Für einen Tag wie diesen habe ich viele tausend Stunden trainiert. Und ich weiß genau, dass noch viele weitere tausend Stunden folgen werden. Denn man glaubt es kaum, aber es hat jetzt gerade erst begonnen.

Caroline_WeibelCaroline Weibel (21, Luzern) liebt die Kälte und träumt von grossen Siegen. Sie ist Schweizermeisterin und Jugendolympiasiegerin im Snowboardcross.

www.carolineweibel.ch

Snowboardcross vereint alle Board-Disziplinen miteinander. Die Königsdisziplin sozusagen, weil mein ein Allrounder sein muss. Sprünge, Steilwandkurven, hohe Geschwindigkeit und das auch noch zu sechst. Die ersten drei, die über die Ziellinie fahren kommen eine Runde weiter, für den Rest heißt es Ende Gelände.

 



Das war das Jahr 2015 für mich!

Von Sportpsychologe Dr. René Paasch

SegelbootDamit verbunden bleiben viele sportliche Ereignisse, die unvergesslich bleiben. Mir geht es da nicht anders! Ich lasse das Jahr noch einmal ganz persönlich aus sportpsychologischer Sicht Revue passieren. Was waren meine individuellen Highlights in der Zusammenarbeit mit Sportlern und Mannschaften? Was werde ich nie vergessen?

Kurzer Einstieg in meine Arbeit

Die Arbeit eines Sportpsychologen ist sehr vielfältig. Die erste Phase ist immer der Aufbau von Vertrauen zu Athleten und Trainern. Meistens besteht immer noch ein gewisses Misstrauen gegenüber dem „Sportpsychologen“, weil sie nicht wissen, was der Sportpsychologe eigentlich macht.

Als ich 2015 die Betreuung einer Handball-Bundesligamannschaft übernahm, überschrieb die Zeitung bezeichnenderweise einen Artikel „Handball holt Psychiater“.

Ich versuche immer zu vermitteln, dass das sportpsychologische Training genauso zu sehen ist wie das körperliche Training, als ein Fertigkeitstraining.

Dazu gehört als Grundlagentraining die Vermittlung von Entspannungstechniken. Im Fertigkeitstraining wird etwa Selbstgesprächsregulation, Zielsetzung und Visualisierung vermittelt. Natürlich kann auch eine Krisenintervention hinzukommen, etwa nach Verletzungen oder ggf. am Karriereende.

Es gibt es vier nachhaltige Strategien, die jeden Sportler, ob Profi oder Amateur, mental 2015 nach vorne gebracht haben:

Tägliches TUN

Voraussetzung, für Leistung zum definierten Zeitpunkt ist, dass du im Training deine Aufgaben gemacht hast und weißt, was du kannst. Die Basis für den Erfolg muss im Training gelegt werden. Wer schon mit dem Gefühl in den Wettkampf geht, in der Vorbereitung nachlässig gewesen zu sein, der wird unsicher ins Spiel gehen.

Im Hier und Jetzt bleiben

Mentale Stärke ist die Fähigkeit, dich unabhängig von Störgrößen zu machen, die dich davon abhalten, auf deinem Weg zu bleibe. Es ist zum Beispiel wenig zielführend, deine Energie auf die Zuschauer oder Schiedsrichter zu lenken.

Du solltest immer voll im Hier und Jetzt sein, in diesem einen Moment, und das tun, was du selbst zu diesem Zeitpunkt beeinflussen kannst. Nicht nach Ausreden suchen, den Untergrund oder die Verletzung von vor drei Monaten für die Leistung verantwortlich machen, sondern sich voll auf das konzentrieren, was sich jetzt noch ändern lässt. Entweder du lernst, die Situation zu lieben oder dich zumindest mit ihr zu arrangieren, du änderst sie oder du verlässt sie – nur bitte hör auf, dich ständig zu beschweren.

Entscheidungen treffen

Als Sportpsychologe lenke ich die Aufmerksamkeit der Spieler auf bestimmte Themen und lasse sie dann entscheiden, wie sie damit umgehen wollen. Sie werden ein Spiel nur dann gewinnen, wenn die Spieler sich selbst dafür entschieden haben, alles für den Sieg zu geben.

Veränderungen und Entscheidungen, die aus dir selbst heraus kommen, sind immer nachhaltiger als plumpes Vorantreiben und Vorgaben von außen. Mit dieser These wird deutlich, warum etwa im modernen Fußball klassische Einpeitscher-Trainer ausgedient haben und leidenschaftliche Trainer wie Jürgen Klopp oder Thomas Tuchel heute auch starke konzeptionelle Denker sein müssen.

Erholung und Belastung

Als Sportler musst du lernen, dich zu entspannen. Das gilt vor allem für ein so langes und intensives Turnier wie die Bundesliga oder Olympischen Spiele. Du kannst nicht dauerhaft auf maximalem Energielevel sein. Welche Entspannungstechnik du nutzt, um deinen Energielevel gezielt zu steuern, ist zweitrangig. Du musst nur einen Zugang dazu haben und dich wohl damit fühlen.

Ob Autogenes Training oder audiovisuelle Methoden – erlaubt ist, was gefällt. Viele Topsportler arbeiten auch nur mit Musik, um abzuschalten oder sich in Wettkampfstimmung zu bringen. Hier kommen auch die täglichen Routinen ins Spiel: Wenn ein Song bestimmte positive Erinnerungen weckt, wird er immer wieder eingesetzt werden. Es mag einfach klingen, aber Routinen bringen Sicherheit. Ein großer Zauber ist mentale Stärke bei genauer Hinsicht also gar nicht – sie beruht auf Techniken, die jeder lernen kann.

Hier einige praktische Beispiele aus dem Jahr 2015. (Bitte seht mich nach, dass ich keine Namen nennen möchte):

Kurze Stichpunkte

Stabhochspringer denkt sich über die Latte. Er ist stets voll konzentriert:
„Vorm Loslaufen gehe ich meinen Sprung noch mal im Kopf durch – sich auf mehr als drei Dinge zu fokussieren ist jedoch nicht möglich. Ich finde es super, wenn die Fans mitgehen, und lasse mich von der Begeisterung anstecken.“

Musik

Leichtathletin nutzt gezielte Entspannungsmusik. Das ist ein biologisches System, das Schallfrequenzen nutzt, die mit Musik hinterlegt werden. „Diese Musik höre ich mir im Vorfeld an und kann so im entscheidenden Moment meine Bewegungen aktivieren.“

Ziele

Marathonläufer trainiert zielführend. Wenn mein Ziel, für das ich trainiere, möglichst konkret, realistisch und termingebunden ist, sodass ich eine Rückmeldung habe und weiß, ob sich meine Mühen gelohnt haben. Für den Weg dorthin sollten Zwischenziele formuliert werden. Gut ist immer, wenn ich Mitstreiter, mit denen ich zumindest gelegentlich trainieren kann. Solche Verabredungen haben eine höhere Verbindlichkeit und einen höheren Aufforderungscharakter.

Körpersprache im Fußball- Spiegel training

Das Auftreten ist in allen Spielsituationen bedeutsam. Ein junger Kicker sollte versuchen, stets selbstbewusst aufzutreten, beispielsweise beim Einlaufen ins Stadion oder beim Eckball und Freistoß. Er trainierte regelmäßig seine Körpersprache vor dem Spiegel und im Training und Wettkampf.
„Das Training zeigte mir, dass dominantes Verhalten meine Treffsicherheit steigerte. Letztlich erzielte ich deutlich mehr Tore.“

Unser größtes Highlight 2015

Erfolgshungrige Segler. Das junge deutsche Duo (2015) verbesserte sich am zweiten Tag der Titelkämpfe vor Aarhus in Dänemark mit den Rängen zwei, vier und zwei um zehn Positionen auf Platz sieben und grandios den vorzeitigen Sieg bei der Kieler Woche Gold.

„Bei uns geht es darum, die sich in den vergangenen Monaten sportlich, technisch und mental durch die Unterstützung vieler Experten wie dem Sportpsychologen Dr. René Paasch eindrucksvoll steigern konnte, vor allem darum, den noch nicht gesicherten Nationenstartplatz für Deutschland in der neuen olympischen Klasse zu holen.“

Sportpsychologische in der Praxis

Der Weg vom hoffnungsvollen Nachwuchstalent zum Teil einer Profimannschaft ist lehrreich, interessant, herausfordernd und mit vielen positiven und negativen Erlebnissen verbunden, die den Charakter eines Sportlers stärken oder schwächen können. Nicht immer gelingt es Athleten, sich ohne Hilfe aus Leistungsdruck, Terminvielfalt, fehlende Freizeit, immer wieder auftauchenden Verletzungen, Konflikten mit Kollegen, Trainern sowie mit Niederlagen, aber auch Erfolgen zurechtzufinden.

Der Leistungssport bringt somit einige langjährige Anforderungen mit sich und fordert vielfältige mentale Kompetenzen seitens der Athleten. In der Sportpsychologie haben sich daher Betreuungsmodelle durchgesetzt, die genau diese Komponenten berücksichtigen und sich an entwicklungs- und systemtheoretischen Ansätzen orientieren.

Aktueller Stand und Ausblick

Im deutschsprachigen Raum gibt es mittlerweile übergreifende Standards für die Qualifizierung und den Einsatz von Sportpsychologen. Die Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie in Deutschland und der Schweiz, das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISP), das ZKS (Zentrale Koordinierung Sportpsychologie (DOSB)), das Österreichische Bundesnetzwerk für Sportpsychologie (ÖBS), die Berufsverbände für Psychologie haben Richtlinien und Empfehlungen zu den strukturellen, organisatorischen und inhaltlichen Rahmenbedingungen der angewandten Sportpsychologie für den ausgegeben. Zudem gibt es mehrere Initiativen zum Thema „Psychische Störungen im Spitzensport“ (Initiative Mental gestärkt und das Referat Sportpsychiatrie).

Euch allen ein wunderbares Jahr 2016 und vielen lieben Dank für euer Interesse.

Herzlichst, René

Ps.: Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellungen und Meinungen von den Dingen. Epiket (um 50 n. Chr. – 138)

Rene_PaaschDr. René Paasch ist Sportpsychologe und Personal Trainer. Er liebt den Fussball und fördert seine Athleten individuell, damit sie glücklich und erfolgreich werden.

www.renepaasch.de