Warum mache ich das? – Gäste

Auf dieser findest du die Gastbeiträge zur Blogparade „Warum mache ich das Überhaupt“.

Warum mache ich das eigentlich?

Von Caroline Weibel

wc1Es ist Ende September 2016. Der Auftakt meiner Saison liegt keine drei Wochen her. Der kommende Winter, wird mein Neunter im Wettkampfsport. Ich sitze in Zermatt auf meinem Bett. Das Eine neben mir, steht leer.

Darin lag vor 2 Tagen noch meine Teamkollegin. In der Wohnung direkt über mir, liegt die Wohnung, in der ebenfalls noch jemand sein müsste – meine andere Teamkollegin. Innerhalb von zwei Tagen, musste ich zuschauen, wie zwei meiner engsten Freundinnen ins Spital gebracht wurden. Für beide wird die Saison extrem spät, wenn überhaupt noch, stattfinden.

Diesen Abschnitt schrieb ich vor 2 Monaten für die Blogparade. Warum ich den Entwurf von damals nicht gleich abgeschickt habe, weiss ich nicht so genau. Jetzt sitze ich hier in meinem zu Hause, um Diesen endlich zu beenden.

Grenzen überschreiten

Mein Name ist Caroline Weibel, ich bin 22 Jahre jung und Snowboardcrosserin. Mein Sport gilt als Risikosport. Zu recht, wie ich finde. Ohne gross angeben zu wollen (vielleicht ein bisschen); der Sport hat’s in sich. Die Liste an Verletzungen ist lang. Ja, es gibt Momente, in denen einige Elemente mehr Überwindung brauchen, als mir lieb ist. Wir Boardercrosser leben dafür, unsere Grenzen zu überschreiten und die Komfortzone hinter uns zu lassen.

Wenn es etwas gibt, das ich gelernt habe, dann ist es das: Ganz, oder gar nicht!

Nur so ein bisschen, reicht nicht. Natürlich muss auch hier alles im Mass sein. Zuviel des Guten, ist ja bekanntlich ebenfalls nicht förderlich. Wir lernen uns selbst extrem gut kennen, unsere Trainer müssen uns ebenso gut einschätzen können und wir selbst sind Herr unserer Gedanken, die über unser Wohlbefinden entscheiden.

Warum nehme ich so ein Risiko in Kauf?

In meinem Sport, ist absolute Konzentration = Gesundheit.

Die Formel zum Erfolg: Fokus, Überzeugung, Wille, und jetzt kommts, Spass.

Klischeehaft, oder? Ja, aber doch nur weil es stimmt! Habe ich keinen Spass an einer Sache, lasse ich es doch lieber sein. Das ist alles Kopfsache. Beaängstigt mich ein Element oder ein besonders schneller Abschnitt im Kurs, gehe ich in mich, und entwickle den Willen, das Element zu meistern und das Gefühl von Überlegenheit danach zu geniessen. Und das, das ist dann wirklich eine ganze Portion an Spass.

Ausserdem: Mit dem ersten Sonnenstrahl über der Bergspitze, wächst meine Freude auf den Tag. Oft dauert es, bis wir oben sind. Dann kommst du endlich oben an, unter dir das Nebelmeer, während alle anderen im Büro sitzen und unter dem Grau erdrückt werden. Hier oben habe ich die Natur – und ich vergesse einfach Alles, was mich unten noch beschäftigte.

für das Leben gern fliegen

Was meinen Sport so unglaublich spannend macht, ist die Vielseitigkeit. Sei schnell, sei wendig, fühle dich auf grossen Sprüngen wohl, fliege für dein Leben gerne durch die Luft, bringe ein bisschen Köpfchen und strategisches Geschick mit, und liebe den Kampf im Feld, den du mit deinen Gegnerinnen direkt und zur selben Zeit austrägst.

Einen solchen Kampf um die nächste Runde, gegen die besten Snowboarderinnen der Welt zu verlieren, ist mir jedes Mal eine Ehre. Genau so einen Kampf zu gewinnen, ist das grösste Gefühl überhaupt. Das Adrenalin pocht hoch, nur schon jetzt, wo ich doch lediglich darüber schreibe. Diese Liebe zu meinem Sport und das daraus resultierende Glücksgefühl, das lässt alle Sorgen vergessen. Genuss pur und einfach mächtig viel Spass!

Am Boden zerstört

Meine beiden Freundinnen, die ich Anfangs erwähnt habe, sind auf dem Weg zur Besserung. Dafür hat’s mich diesen Montag, 14. November, erwischt. Eine kleine Unachtsamkeit über einen Sprung und schon war mein linker Unterarm gebrochen. Ich musste sofort operieren und meine Saison ist zu 90% komplett beendet.

Um ehrlich zu sein: Ich bin am Boden zerstört. Die Schmerzen am Arm sind erträglich. Was mich fast zerreisst, ist der Schmerz im Herzen.

Ich bin diesen Sommer extra nach Whistler, Kanada, gereist. Ich habe dort wie eine Wilde trainiert, machte sehr grosse Fortschritte und hatte den Sommer meines Lebens. Und nun, kann ich nicht ein Mal versuchen, meinen Titel als Schweizermeisterin zu verteidigen, geschweige denn, den Sprung ins A-Kader zu schaffen. Nicht Mal vielleicht mein Weltcup Resultat zu verbessern. Und nicht Mal in die Nähe eines Podestplatzes kommen.

Aufgeben? No way!

Heute hat mich ein Bekannter, nach der Schilderung meines Unfalles gefragt: Willst du’s nicht vielleicht sein lassen? Meine Antwort war ein bestimmtes Nein.

Für Nichts auf der Welt würde ich dieses Gefühl eintauschen, das ich habe, wenn ich auf meinem Snowboard stehe. Es ist wie eine Sucht. Manchmal glaube ich, dass jemand, der niemals eine Leidenschaft in dem Ausmass hatte, wie das bei mir der Fall ist, kann gar nicht verstehen, warum ein Aufhören nicht in Frage kommt.

Denke daran, wie es war, als du Fahrrad fahren gelernt hast. Oder wie dir das erste Mal alleine Bus fahren vor kam. Wie sich deine Brust aufgeplustert hat vor stolz. Den ersten Fisch, den man eigenhändig aus dem See zog. Als du gelernt hast zu schwimmen. Alle diese ersten Male, assoziieren wir mit Glück, Freude, Stolz und Dankbarkeit an die Menschen, die dabei waren und dich unterstützten.

Dieses Gefühl, habe ich jedes einzelne Mal, wenn ich auf meinem Snowboard stehe. Und wenn ich dann auch noch erfolgreich ein Training absolviere oder einen Wettkampf bestreite, summiert sich dieses Gefühl und wird noch besser.

Mein Glück – meine Passion

Wie das so ist, kann ich keine genaue Erklärung für den Ursprung meiner Leidenschaft finden. Sie ist da. Sie macht mich glücklich. Sie gibt mir einen Grund am morgen aufzustehen. Egal wie oft wir fallen, wir bleiben keine Sekunde länger liegen als nötig. Und es ist in diesem Fall nicht ein Mal die glänzende Goldmedaille – obwohl ich die selbstverständlich will – der Grund für meine Passion. Im Endeffekt, ist es der Tag in der Natur, in der Höhe, mit meinen langjährigen, engen Freunden, das selbe Leuchten in ihren Augen, wie in Meinen. Es ist die Liebe, die man investiert.

Die vielen Stunden im Kraftraum, die unzähligen Intervall Trainings und die viel zu zeitraubende Arbeit im Wachsraum, die Verletzungen, die leider Teil meines Sports sind. Das Alles wird nebensächlich, wenn man die Ziellinie überquert. Egal ob mit Erfolg, oder ob man eben ausgeschieden ist, die Fahrt an sich war in jedem Fall den Aufwand wert.

Für kein Geld auf der Welt, würde ich mich davon abbringen lassen.

Wir fallen. Wir stehen auf. Wir siegen. Wir verlieren. Doch kein Einziges Mal, habe ich bereut. Ich lebe meinen Traum.

Ich lebe meinen Traum

Man sagt im Allgemeinen, dass die Meisten stärker aus einer Verletzungspause zurück kommen. Und genau so wird es sein. Ich werde den Winter über trainieren, den Sommer über trainieren und im Winter, wenn ich endlich wieder dabei sein darf, werde ich stärker sein als jemals zuvor. Ich werde glänzen und ich werde glücklicher sein, als jemals zuvor. Und morgen, darf ich bereits das erste Mal den Verband wechseln. In zwei Wochen werden die Fäden gezogen. In 8 Wochen darf ich meinen Arm ganz kleinen Belastungen aussetzen. Und ich werde jeden dieser kleinen Momente geniessen, damit die grossen Träume schon bald Tatsachen werden.

Im Herzen eine Gladiatorin

Meine Tante hat mir gesagt:

„Für mich bist du wie eine Gladiatorin. Eine Kämpferin, die ein wildes Ziel verfolgt und viel einsteckt.“

Der Vergleich belustigte mich, doch er gefiel mir auch sehr gut. Ich bin gerne eine Kämpferin, ich verfolge mein Ziel, das man durchaus wild nenne kann.

Und gerade im Moment, stecke ich eine Menge ein. Das oft brutale Ende eines Gladiators zu Cäsar’s Zeiten lassen wir hier Mal weg.

Doch der Ruhm, die Ehre und besonders die Freiheit, die ein erfolgreicher Gladiator mit seinem Sieg davon trägt, macht alles wieder wett.

Ich werde eines Tages auf meine Karriere zurück schauen und sagen können: „Ich habe stets Alles gegeben, bin gefallen und wieder aufgestanden und hatte eine erfüllte, aussergewöhnliche Zeit.“

Ich werde mein Leben lang dankbar sein und mich einem neuen Ziel widmen.

Mit Ehrgeiz, Wille, Überzeugung und Spass.

Caroline_WeibelCaroline Weibel (22, Luzern) liebt die Kälte und träumt von grossen Siegen. Sie ist Schweizermeisterin und Jugendolympiasiegerin im Snowboardcross.

Webseite: www.carolineweibel.ch

 

 


Warum mach’ ich das überhaupt?

von Yannick Käser

„Der Unterschied zwischen dem, der du bist und dem, der du sein möchtest, ist das was du tust.“

yannick_ka%cc%88ser_olympia-1Es gibt bestimmt spannendere Stunden als jene, die ich beim Schwimmen auf eine schwarze Linie blickend im Wasser hinter mich bringe. Trotzdem tue ich genau das bereits seit meinem zehnten Lebensjahr, als für mich beim Schwimmklub Fricktal alles seinen Lauf nahm.

Mein olympischer Traum

Als kleiner Junge träumte ich davon, einmal Schweizermeister zu werden, mich für eine EM oder WM zu qualifizieren, oder gar an Olympischen Spielen um eine Medaille zu kämpfen. Nun ja – welcher Athlet im stolzen Alter von 10 Jahren tut das nicht?

Ich war bloss einer von vielen Kindern, die gespannt vor dem Fernseher sassen, wenn sich Top Cracks an Olympischen Spielen um Medaillen duellierten. Und so liebäugelte auch ich damit eines Tages am prestigeträchtigsten Sportevent teilzunehmen, und eiferte fortan meinen Idolen nach.

Ich war nicht auf Anhieb unter den talentiertesten Kindern, aber konnte mich durch viel Fleiss, Ehrgeiz und Liebe für den Schwimmsport auszeichnen. Eine Liebe die bis heute Bestand hält.

So kam es auch, dass ich nach meinem Olympiadebüt 2012 in London an der jüngsten Austragung der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro die Schweiz erneut repräsentieren durfte.

Obwohl ich die angestrebte Halbfinalqualifikation verpasste, habe ich dank soliden Rennen gute Erfahrungen sammeln können. Zudem war meine Vorbereitung aufgrund einer Verletzung alles andere als optimal. Nun bin ich auf dem Weg zur Besserung und motiviert, vier weitere Jahre mein Leben dem Schwimmen unterzuordnen.

Mein Perfektionismus

Nach meinem Abschneiden in Rio habe ich mir berechtigterweise die Frage gestellt, wie es weitergeht.

  • Kann ich mich für weitere 4 Jahre motivieren?
  • Lohnt es sich täglich mehrere Stunden zu trainieren?

Die Antwort ist immer „Ja“.

Einige Leute sind der Meinung, dass ich schon viel erreicht habe. Trotzdem schwirrt in meinem Kopf eine gewisse Unzufriedenheit, gepaart mit Erfolgshunger. Ich strebte schon immer nach Perfektionismus. Und jeder noch so kleine Fehler in einem vermeintlich perfekten Rennen stimmt mich positiv, weiter an mir zu arbeiten.

Ich glaube nicht, dass es den perfekten Wettkampf überhaupt gibt.

Und wenn ich nach meinem letzten Wettkampf meine Badehose an den Nagel hängen werde, möchte ich zumindest behaupten können, alles in meiner Macht mögliche getan zu haben, um dem perfekten Rennen so nahe wie möglich zu kommen.

Deshalb sehe ich auch nach jahrelanger intensiver Arbeit viel Verbesserungspotenzial. Rückblickend würde ich behaupten, dass mein Commitment zum Leistungssport mich dazu bewogen hat, stetig neue Ufer zu erreichen.

In meiner bisherigen Laufbahn habe ich Höhen und Tiefen überwunden. Meine Karriere war gezeichnet von Leistungsschwankungen. Jedoch habe ich nie die Geduld verloren, wenn es mal nicht so rund lief und ich mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre auf eine Bestzeit warten musste.

Indes bin ich der Meinung, dass mich schlechte, wie auch gute Wettkämpfe motivieren. Zum einen zeugen positive Resultate von guten Trainings im Wasser. Andererseits motivieren mich auch unzufrieden stellende Wettkampfresultate im Wissen, dass ich mehr abliefern kann.

Ich weiss genau zu was ich fähig bin anhand von Zeiten, die ich im Training schwimme. Mit dieser Einstellung gelang es mir auch hartnäckige Phasen zu überwinden und zum Erfolg zurückzufinden – wenn auch über Umwege.

„If you want something you’ve never had, you must be willing to do something you’ve never done“ – Thomas Jefferson (US Präsident & Gründer der University of Virginia)

Meine Motivation

Diese Einstellung nehmen sich auch meine Konkurrenten zum Herzen. Nach einigen nationalen Titeln und Schweizerrekorden könnte man meinen, dass ein weiterer Erfolg selbstverständlich ist. Dem ist aber nicht zwingend so, denn die Konkurrenz wird immer stärker, das Niveau nimmt zu.

Wenn ich auf den Startblock steige habe ich immer das Ziel meine bestmögliche Leistung abrufen zu können. Es geht dabei nicht zwingend um den Sieg, sondern mehr darum den inneren Schweinehund zu überwinden und bei jeder noch so schlechten Ausgangslage im jeweiligen Moment mein Bestes zu geben.

Wofür das reicht ist nicht sicher, schliesslich kann ich die Leistungen anderer Schwimmer nicht kontrollieren. Deshalb geniesse ich Konkurrenz neben mir und sehe es mehr als Ansporn, wenn jemand eine tolle Vorlaufzeit ins Wasser zaubert oder anderswo auftrumpfen lässt.

Ich denke es ist enorm wichtig, solche Sachen am Wettkampf in positive Energie umwandeln zu können und sich auf sich selbst zu konzentrieren.

Meine Pläne

Nun, da ich seit einiger Zeit verletzt bin und ich im Trainingsalltag stark eingeschränkt bin, habe ich etwas mehr Zeit für andere Dinge. Ich kann meinem Körper die nötige Ruhe geben, und Mängel ausmerzen um für die nächsten Jahre gewappnet zu sein.

Das fällt mir oftmals schwer, wäre ich doch viel lieber im Wasser am Kilometer abspulen. Nach intensiven Wochen Behandlung und Physio fühle ich mich täglich ein wenig besser und hoffe, im Frühling wieder topfit zu sein.

Ich plane nächsten Sommer an der WM in Budapest am Start zu sein und habe mir als Ziel gesetzt, an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio meinen sportlichen Zenit zu erreichen. Mit einer Medaille würde ein Kindheitstraum in Erfüllung gehen, doch bis dahin muss ich noch einige tausend Kilometer im Wasser zurücklegen – und weiterhin stundenlang die schwarze Linie am Boden studieren.

yannick kaeserYannick Käser (1992, Mumpf) der Hoffnungsträger des Schweizer Schwimmsports ist zweifacher Olympiateilnehmer (London 2012, Rio 2016), mehrfacher Schweizermeister sowie Schweizerrekordhalter über 100m und 200m Brust. Der Musikfan reist gerne und geniesst seine Freizeit mit Freunden und Familie.

Webseite: http://www.yannickkaeser.ch/

Facebook: https://www.facebook.com/yannickkaeser.fanpage/

 

 


Jedes Training ist eine Chance

von Lea Bachmann

Meine Ziele sind sehr vielfältig.

Lea Bachmann

Ich habe grosse Ziele im Sport wie auch für die berufliche Karriere. Die grossen Ziele stehen aber nicht im Vordergrund: Sie bleiben im Unterbewusstsein immer präsent und da ich mich selbst als äusserst ehrgeizige Person sehe, glaube ich auch fest daran meine grossen Ziele zu erreichen.

Meine sportlichen Ziele werden sich kaum von jenen anderer Leistungssportler unterscheiden.

Natürlich will in den nächsten 12 Jahren an möglichst vielen Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und an olympischen Spielen teilnehmen. Und selbstverständlich träume ich nicht nur davon teilzunehmen sondern auch vorne mitzumischen und somit zu den Besten meiner Disziplin gehören – Welcher Sportler träumt schon nicht davon?

Ganz nach meinem Lebensmotto «better your best» sind für mich im Alltag die kurzfristigen und mittelfristigen Ziele auch sehr wichtig. Ich bin in vielen Dingen eine Perfektionistin. Mir ist es wichtig mich selbst immer wieder zu übertreffen und meine eigene Leistung und Technik zu perfektionieren. Das wichtigste Ziel ist also primär das nächste Training. Ich bin davon überzeugt, dass man sich auf sich selbst konzentrieren muss und nicht links und rechts schauen sollte, wenn man wirklich weiterkommen will.

Meine konkreten Ziele für das Jahr 2017 sind die Qualifikation und Teilnahme an den U23 Europameisterschaften sowie auch an der Universiade. Des Weiteren möchte ich den kantonalen Rekord brechen sowie zwei weitere Medaillen an den Schweizermeisterschaften holen.

Das wichtigste Ziel ist aber verletzungsfrei zu bleiben und somit ein gutes Aufbautraining absolvieren zu können. Dies ist notwendig um für die kommenden Herausforderungen fit zu sein und in der Winter- und Sommersaison «voll angreifen» zu können.

Was motiviert mich?

Es ist ganz einfach die Faszination für diesen Sport. Das Gefühl zu fliegen – für mich gibt es kein schöneres Gefühl als nach einem Versuch auf einer neuen persönlichen Bestleistung in der Luft zu realisieren, dass der Sprung gültig ist und danach auf die Matte zu fallen.

Mich motiviert der Fortschritt im Training sowie das Erreichen meiner kleineren und grösseren Zwischenziele. Ich bin sehr leistungsorientiert und diszipliniert, was m.E. nach auch unabdingbar für den Erfolg im Sport ist.

Darüber hinaus motivieren mich mein Umfeld und meine Sponsoren. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei meinem Sponsor, der Metzgerei Jenzer, bedanken. Es ist einfach ein tolles und sehr motivierendes Gefühl, wenn man weiss, dass Personen, die einem wichtig sind, hinter einem stehen und auch an einen glauben.

Wie bewältige ich Motivationslöcher?

Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten, da ich noch nie in ein richtiges Motivationsloch geraten bin. Selbstverständlich bin ich nach einem missglückten Wettkampf sehr enttäuscht – dies steht ausser Frage.

Aber wie auch Roger Federer einmal sagte, kann man sich entweder eine Ewigkeit über eine Niederlage nerven oder sich nur kurz nerven, anschliessend die Fehler analysieren, die Fehler im Training ausbügeln und sich auf die kommenden Herausforderungen fokussieren.

Mich motivieren meine Ziele. Wenn umgangssprachlich gesagt «einmal etwas nicht so läuft wie es soll» versuche ich den Fehler zu finden und zu analysieren.

Jedes Training bietet die Chance sich zu verbessern und diese Fehler auszubügeln.

Mir persönlich ist es auch sehr wichtig aus meinen Fehlern zu lernen. Wenn ich also beispielsweise merke, dass etwas in der Vorbereitung vor einem Wettkampf nicht optimal lief, versuche ich dies auf den nächsten Wettkampf zu optimieren und anzupassen etc.

Lea Bachmann

Lea Bachmann ist 20 Jahre alt und leidenschaftliche Stabhochspringerin. Als mehrfache Schweizermeisterin hat sie die Schweiz auch an internationalen Wettkämpfen vertreten, u.a. an den Junioren Europameisterschaften 2015 in Schweden.

Facebook: https://www.facebook.com/Lea-Bachmann-1450742778567630/