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Mit diesem Sieg habe ich viel Selbstvertrauen getankt! Der hat mir einen richtigen Schub gegeben. Jetzt fühle mich richtig gut und ich bin bereit für das nächste Spiel.

Diese oder ähnliche Aussagen hörst du sehr oft von Athleten, wenn es bei ihnen gut läuft.

Die einfachste Möglichkeit, Selbstvertrauen aufzubauen, sind gute Ergebnisse und positive Erlebnisse.

Sehr gut kannst du das im Tennis beobachten, wenn eine Athletin einen Lauf hat und mit einem grenzenlosen Selbstvertrauen auf dem Platz steht. Dann geht auf einmal alles wie von alleine und die schwierigsten Schläge gelingen mühelos. In diesem „moment of excellence“ werden selbst übermächtige Gegner in die Knie gezwungen.

Ich bin mir sicher, dass du selbst Situationen erlebt hast, in denen dir alles gelungen ist und du nur so gestrotzt hast vor Selbstvertrauen. Nach guten Trainings und Wettkämpfen hast du keine Sekunde an dir gezweifelt und den folgenden Wettkampf mit viel Selbstsicherheit und innerer Überzeugung in Angriff genommen.

Was Selbstvertrauen ist, muss ich dir nicht erklären. Du hast es schon mehr als einmal erlebt. Das Wort trägt die Bedeutung in sich.

Vertraue dir selbst

Selbstvertrauen setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. Selbst und Vertrauen. Damit wären wir auch schon beim Kern. „Vertraue dir selbst“ ist das Geheimnis von einem guten Selbstvertrauen. Wenn du dir und deinen Fähigkeiten vertraust, dann kann es gar nicht schiefgehen.

Wenn du mit Selbstvertrauen am Start stehst, dann fühlst du dich selbstsicher und selbstwirksam, glaubst du an deine Fähigkeiten und dass du diese nutzen kannst, bist du davon überzeugt, dass du auch Misserfolge problemlos wegstecken kannst.

Ist Selbstvertrauen von anderen abhängig?

Diese Frage muss ich mit einem Jein beantworten. Jede Athletin braucht positive Bestätigungen und positives Feedback, damit sie wachsen und ein gesundes Selbstvertrauen aufbauen kann. Bei Athletinnen, die Mühe haben, sich selbst wahrzunehmen und ihre Leistung selbst einzuschätzen, kann durchaus eine Abhängigkeit vom Umfeld entstehen. Diese lechzen sofort nach der Bestätigung von aussen.

Darum ist ein soziales Umfeld, das immer nur das Negative sieht, Gift. Wenn dir immer nur gesagt wird, was du alles nicht kannst, dann wird es schwierig, ein gesundes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl aufzubauen.

Gut beobachten kannst du diese Abhängigkeit in der Modebranche. Die Models können ihr Aussehen nicht beeinflussen. Darum sind sie darauf angewiesen, dass ihr Typ gerade „en vogue“ ist.

Anders gesagt, heute sind sie top, morgen flop.

Selbst eine Topleistung wird nicht honoriert, wenn ein Model gerade der falsche Typ ist. Diese Umstände wirken sich nicht gerade positiv auf das Selbstvertrauen und den Selbstwert der Mädchen aus. Glücklicher sind Models nicht.

So stärkst du dein Selbstvertrauen

1. Unterscheide zwischen deiner Person und deiner Leistung

Deine Leistung und deine Person sind zwei Paar Schuhe. Auch wenn du einmal einen schlechten Wettkampf ablieferst oder es im Training nicht wunschgemäss funktioniert, ändert sich dein Wert als Person nicht. Mache dein Selbstbild nicht von deiner Leistung abhängig.

 

2. Übernimm Verantwortung für dich selbst

Warte nicht, bis etwas passiert und es jemand anders für dich richtet. Nimm das Zepter selbst in die Hand und übernimm die Verantwortung für dein Handeln. Dann kannst du hinterher mit stolz sagen: „Das habe ich erreicht.“

 

3. Entscheide selbst

Warte nicht, bis andere für dich entscheiden. Du weisst am besten, was gut für dich ist. Wenn andere über deinen Kopf entscheiden, dann kannst du wenig zu einem guten Gelingen beitragen. Triffst du hingegen eine Entscheidung, hinter der du stehen kannst, dann hast du Power. Achte darauf, dass du das Unbewusste im Boot hast.

 

4. Halte dich von Miesmachern fern

Personen (Teamkolleginnen, Eltern von Teamkolleginnen/Konkurrentinnen etc.), die dir deine Leistungen missgönnen, und solche, die kein gutes Haar an dir lassen, brauchst du nicht. In einer negativen Umgebung wirst du deine Möglichkeiten kaum nutzen können. Förderlich für dein Selbstvertrauen ist es auch nicht.

 

5. Umgib dich mit Personen, die dich bestärken

Personen, die dich bestärken und dir ein ehrliches und konstruktives Feedback geben, können dein Selbstvertrauen ungemein stärken. Du darfst auch aktiv auf sie zugehen.

 

6. Hol dir eine Ressourcendusche

Eine einfache und wirksame Methode, die einfach nur guttut! Setze dich mit einer guten Teamkollegin zusammen. Nun sagt sie dir mindestens 20 positive Dinge, die dich als Person und Athletin auszeichnen. Sie notiert alles für dich. Danach tauscht ihr die Rollen.

 

7. Führe ein Erfolgstagebuch

Notiere jede Kleinigkeit, die dir gut gelingt. Ich meine wirklich jede Kleinigkeit. Selbst wenn sie dir noch so unbedeutend erscheint. Anfänglich wird dir das noch schwerfallen. Du wirst jedoch überrascht sein, wie schnell sich dein Tagebuch füllen wird. Dieses kann dir auch bei Tiefs helfen, wenn du nachlesen kannst, was du alles gut kannst.

 

8. Visualisiere einen persönlichen Erfolg

Visualisiere einen persönlichen Erfolg, der bei dir mit einem stark positiven Gefühl verbunden ist, mit all deinen Sinnen. Das bringt dich zurück in eine gute Haltung und baut dein Selbstvertrauen auf.

 

9. Schaue dir ein Video von einem gelungenen Wettkampf an

Setz dich in Ruhe hin und schaue dir einen guten und erfolgreichen Wettkampf an. Erinnere dich an den Moment und erlebe ihn erneut. Das fühlt sich gut an. Nicht?

 

10. Bewundere dich selbst

Ich weiss, Eigenlob stinkt – sagt man wenigstens. Von diesem Glaubenssatz darfst du dich gerne verabschieden. Wenn du etwas gut gemacht hast, dann darfst du dich dafür bewundern und loben. Du hast es nicht gestohlen, sondern verdient! Und du hast ein Erlebnis für dein Erfolgstagebuch.

 

11. Nutze deinen Körper. Gehe aufrecht und zeig dich

Stehe aufrecht, sei stolz und zeig dich. Vor allem nach Misserfolgen solltest du nicht wie ein geschlagener Hund herumlaufen. Das zieht dich nur noch mehr herunter. Gehe aufrecht und mit hoch erhobenem Kopf. Das wirkt sich positiv auf deine Stimmung und dein Selbstvertrauen aus.

 

12. Achte auch deine Sprache. Nutze Wörter und Ausdrücke, die dich stärken

Mache dich nicht selbst fertig. Achte darauf, dass du wohlwollend mit dir sprichst. Sich selber zerfleischen und sich als Versager zu bezeichnen, ist nie zielführend und wirkt sich alles andere als gut auf dich aus.

 

13. Führe bewusst positive Selbstgespräche

Das kann ich nicht genug wiederholen. Keiner spricht so viel mit dir wie du selbst. Mit positiven Selbstgesprächen machst du den Unterschied. Sprich so mit dir, dass es für dich nützlich ist.

 

14. Bereite dich gut und professionell vor

Bist du auch schon mit einem schlechten Gefühl zum Wettkampf gereist, weil du in der Vorbereitung geschlampt hast? Und wie fühlt es sich an, wenn du weisst, dass du in der Vorbereitung alles Menschenmögliche gemacht hast? Wenn du weisst, dass du gut vorbereitet bist, dann strotzt du am Start vor Selbstvertrauen.

 

15. Nutze Rituale, an denen du dich festhalten kannst

Jeder Ablauf, den du kennst und den du aus dem Effeff beherrschst, gibt dir Sicherheit. Deine Rituale müssen nicht ganz so extensiv wie bei Rafael Nadal sein. 😉 Rituale und Routinen sind wichtige Hilfen für deine Sicherheit und dein Selbstvertrauen.  Zudem helfen sie dir dabei, in deinen optimalen Leistungszustand zu kommen.

 

16. Lächle und hab Spass

Dazu muss ich nicht viel sagen. In einer guten Stimmung geht alles viel besser. Vor allem hast du dann viel Handlungsenergie. Ein wenig blödeln vor dem Wettkampf hat noch keinem geschadet.

 

17. Sag deine Meinung

Steh zu dem, was du denkst. Melde dich, wenn dir etwas gegen den Strich geht, und stehe zu deiner Meinung.

 

18. Stärke deine Stärken

Stärken zu stärken macht viel mehr Sinn, als auf deinen Defiziten herumzureiten. Darum bin ich bin ein grosser Fan vom Pinguin-Prinzip. Doch schau selbst …

Wenn du deine Stärken stärkst und in der richtigen Umgebung bist, dann stärkst du damit auch dein Selbstvertrauen.

Wie baust du dein Selbstvertrauen auf?

Nutze deine Möglichkeiten!

Martin

PS: Ich bin übrigens der Meinung, dass mit dem Unbewussten im Boot alles ein wenig einfacher geht.

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